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Weiboldshausen, 385 E., 432 m

Kirche in Weiboldshausen_
In älteren Schriften und Urkunden, so wie jetzt noch in der Sprache des Volks heißt der hiesige Ort H a u s e n und war ehemals freies Eigentum der adeligen und be-
rühmten Familie von Haußen, welche in der Umgebung viele Besitzungen hatte. Ihr Stammschloss dort stand auf einem ziemlich steilen Hügel am Fuße des hohen Rohrbergs.

Gegen Morgen war es durch einen tiefen Graben, wel-
cher noch sichtbar ist, geschützt. Außerdem sind auch noch einige Überreste von Mauern und Gewölben vor-
handen. Gegenwärtig steht an seiner Stelle ein schönes Bauernhaus mit Scheunen und Nebengebäuden.
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Die Chronik von Weißenburg erzählt von einem Hans von Haußen unter anderem folgendes:
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"Anno 1362 reversirte sich zum ersten Mal der Weißenburgische Reichspfleger Johann von Haußen, der nomine imperatoris (im Namen des Kaisers) in der Stadt präsidierte, dass er gemeiner Stadt Privilegio, Rechte und Gewohnheiten ohne alle Gefährde wolle observiren, handhaben und bestens besorgen.Im selbigen Jahre den 8. Tag nach Ostern verfügte sich hierher Hans von Haußen, erster Reichspfleger, vom Rat und von der Bürgerschaft selbst dazu berufen. Diese Hans von Haußen Güter, nämlich Haußen und Hötting, hätten damals für die Stadt Weißenburg erworben wer-
den können, zumal er nichts anders hierfür präsentierte, als eine mittelmäßige Verpflegung solange er lebe."


Um diese Zeit (1362) ging Hausen, Hötting etc. an den Deutschritterorden über, und der Name Weiboldshausen wurde von nun an in Schriften gebraucht. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass dieses dem ersten Deutschritterordens Großmeister Walpod oder Waipold von Bassenheim zu Ehren geschah.

Der hiesige Ort liegt im ehemaligen Nordgau, nahe bei den Städten Weißenburg und Ellingen. In letzterer Stadt, die ein Marktflecken war, befand sich eine Deutschritterordens Ballei und der Landkomtur erbaute um die Mitte des 18. Jahrhunderts ein großartiges und schönes Schloss selbst, welches damals dem Fürsten Wrede gehörte.


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